auf der reeperbahn!

Vom 21. bis 24. September fand das Reeperbahnfestival in Hamburg statt. Wir waren vor Ort und haben uns zahlreiche neue Künstler an den verschiedensten Locations rund um die Reeperbahn angeschaut und angehört, um euch im Süden von den Neuheiten im Norden zu berichten.

Nicht unbedingt neu entdeckt, aber zum ersten Mal live gesehen haben wir THE HUNNA aus London. Musikalisch bewegen sich die vier Jungs zwischen Alternative und Indie-Rock. Bei ihrem zwar nur 30-minütigen, dafür aber wirklich genialem Konzert im Molotow konnten sie sicher einige Herzen für sich gewinnen. Wir sind jedenfalls mega in love!

Ihr seid offen für Neues? Cool, wir auch! Deshalb haben wir die Gelegenheit genutzt uns ‚Ballet Jeunesse‘ anzusehen – ein wahrliches Abenteuer zwischen Pop und Klassik. Gemischt wird dabei Electro mit Streichern und Hip Hop mit Bläsern. Verrückt, oder? Wir sind schlichtweg begeistert von MATTHIAS ARFMANN & DEN HAMBURGER SYMPHONIKERN!

Fast genauso experimentell waren auch OUM SHATT unterwegs. Bei ihnen trifft Rock’n’Roll auf orientalische Klänge. Besonders überzeugt hat uns aber der Drummer der Band. Der schien völlig in seinem Element zu sein. Solltet ihr euch live also nicht entgehen lassen!

Und was war da nur mit OK KID los? Ganz spontan gaben sie ein kleines, aber feines Konzert vor dem KUKUUN. Alle Erlöse kamen zwar nicht dem Bombay Gin, dafür aber VIVA CON AQUA zu Gute – ziemlich coole Aktion!

Bei der Bavarian Music Export Session im Sommersalon haben unter anderem ME + MARIE gespielt. Zwei Leute auf der Bühne, aber was für ein Sound! Ungezähmt und melancholisch, doch so unglaublich schönsanfter Indie Rock. Empfehlen wir sehr!

Weiter ging es dann zu SCENIC ROUTE TO ALASKA. Die drei Jungs aus Edmonton haben das Publikum nicht im Stich gelassen und lieferten eine Show – uh là là, davon können wir noch unseren Kindern erzählen! Zugegeben, die Vibrations der Stimme muss man mögen, aber vielleicht taugt es dem ein oder anderem von euch!

Direkt im Anschluss ging es zu DAN OWEN in den Nachtspeicher. Allein mit seiner Gitarre und seiner unfassbar ausdrucksstarken Stimme zog der junge Singer-Songwriter-Nachwuchs aus dem UK das Publikum in seinen Bann. Wir finden: Die (fast) perfekte Mischung aus abwechslungsreichem Set, musikalischem Talent und britischem Charme!

Wieder zurück im Sommersalon, begrüßten die vier Münchner der Indie-Band KYTES das Publikum. Im Frühjahr waren sie bereits im ROXY zu sehen – wie klein die Welt doch ist! Auch hier brachten die zwar aus Giesing stammenden, aber so verdammt international klingenden Newcomer Leben in die Bude – oder eben in den Sommersalon. Dort hängten nebenbei bemerkt Sofas an der Decke – Sofas!

Mit ihrer Mischung aus Rap und Blasinstrumenten heizten danach die Jungs von DICHT & ERGREIFEND das Publikum im Sommersalon nochmal so richtig an. Definitiv für die Bühnen dieser Welt gemacht!

Als wären die Sofas an nicht schon genug gewesen, begegneten wir einer liebevoll durchgeknallten Band namens BLACK PEAKS. Durch ihren stetigen Wechsel zwischen Shouten und melodiösem Gesang irgendwo in Soprangegend zauberten sie dem ein oder anderem im Publikum ein Schmunzeln ins Gesicht.

Eine Band, welcher wir ohne Weiteres eine großartige Karriere prophezeien, weil sie das gewisse Etwas haben, stammt aus Dänemark! THE ENTREPRENEURS machen mit ihrer Musik ’noise‘ und ‚romance‘, wie sie selbst sagen. Das bestätigen wir dem Trio gerne!

Im Anschluss spielten THE SLOW SHOW beim N-JOY Reeperbus. Auf jeden Fall zu empfehlen, wenn ihr sie dieses Jahr nicht schon auf dem OWF gesehen habt und wisst was die Band live drauf hat!

Freitagabend um 20 Uhr in den Docks war Stagetime für die Ulmer Band VAN HOLZEN bei der Warner Music Night. Wir sind ein kleines bisschen mega stolz auf die drei Jungs, die nicht anders wie erwartet eine ordentliche Show abgeliefert haben. Wow!

Auch FJØRT waren, wie nicht anders zu erwarten, live ziemlich stark. Wer die ziemlich nicen Typen aus Aachen noch nicht kennt, sollte dies schleunigst mit unserer Reeperbahn-Playlist nachholen!

Das größte Highlight beim diesjährigen Reeperbahnfestival boten schließlich BOY in der Michaelis Kirche! Locationmäßig hätte es Sonja Glass und Valeska Steiner, dem zauberhaften Duo aus Hamburg und Zürich, nicht besser treffen können. Die Atmosphäre, die in der Kirche geschaffen wurde? Atemberaubend! Wir hatten Gänsehaut pur!

Wir sind immer noch begeistert von so viel guter Musik, die wir in so wenig Zeit hören durften! Das Reeperbahn Festival kann mit uns im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder rechnen. Und wer weiß? Vielleicht sieht man den ein oder anderen Ulmer dort?